Im Gegensatz zum statischen Dehnen / Stretching kommt es beim dynamischen Dehnen (auch: intermittierendes Dehnen)
nicht zu einer dauerhaften Streckung, sondern der Muskel wird kontinuierlich in die Länge gezogen und wieder gelockert.
Jedoch handelt es sich hierbei nicht um eine ruckartige Streckung, sondern um eine gezielte, kontrollierte, wiederholte Bewegung.
Wird die Bewegung federnd oder wippend ausgeführt, spricht man vom ballistischen Dehnen / Stretching Dynamisches Dehnen wurde in der Vergangenheit
oftmals kritisiert, bei der richtigen Durchführung sind jedoch positive Effekte zu erzielen. Angewandt wird das dynamische Dehnen vorwiegend
bei Schnelligkeitsleistungen und im Kraftsport.
Vorteile des dynamischen Dehnens
Koordination, das heißt die Koordination einzelner Muskelgruppen zueinander, werden geschult; die komplexen Bewegungen erfordern
eine entsprechende neuromuskuläre Steuerung, die durch die zahlreichen Bewegungswiederholungen jedes Mal neu gebahnt / geübt wird.
Die lokale Durchblutung wird gefördert.
Nachteile des dynamischen Dehnens
Die Auslösung des Dehnreflexes (siehe unten); Bei zu starker Längenänderung der Muskulatur erfolgt, reflektorisch gesteuert, die Kontraktion
des gedehnten Muskels. So wird angenommen, dass die theoretisch mögliche Endposition des Gelenks gar nicht erst erreicht wird.
Da das Ausmaß der reflektorischen Kontraktion stark von der Dehnungsgeschwindigkeit abhängt, sind schnelle Bewegungen möglichst zu vermeiden
(z.B. kräftiges Schwingen).
Somit: Gefahr der falschen Durchführung